Nachrichten für Ärzte

Die United States Preventive Services Task Force (USPSTF) hat ihre Empfehlungen zum Darmkrebs-Screening aktualisiert und dabei herausgestellt, dass das Darmkrebs-Screening für asymptomatische Erwachsene mit durchschnittlichem Risiko im Alter von 50 bis 75 Jahren einen substanziellen Nettonutzen hat. Einen Bericht mit Kommentaren namhafter deutscher Gastroenterologen dazu finden Sie bei Medscape, das USPSTF-Statement ist im JAMA veröffentlicht.

Die Verzögerung der Einführung des immunologischen Stuhltests (iFOBT) gibt Spielraum für erneute Diskussionen über wichtige Details der anstehenden Regelung. Auch der bng kritisiert den GBA-Beschluss, nur den laborbasierten quantitativen Stuhltest als Kassenleistung zuzulassen. Entscheidend ist jedoch aus Sicht unseres Verbandes, in welcher Form die qualifizierte Beratung im Rahmen der Darmkrebsfrüherkennung honoriert wird. Einen ausführlichen Überblick über den Stand der Diskussion gibt die Ärztezeitung in einem Artikel vom 18.7.2016.

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat das Stellungnahmeverfahren für das Einladungsverfahren zum Darmkrebs-Screening eröffnet. Stellungnahmen zum Vorbericht können bis zum 21.07.2016, 12:00 Uhr an berichte@iqwig.de eingesendet werden. Der Vorbericht kann unter der Projektbeschreibung P15-01 heruntergeladen werden.

Die Zahlen sprechen für sich: Nach aktuellen Angaben der KBV gibt es in der ambulanten Versorgung über eine Milliarde Arzt-Patienten-Kontakte pro Jahr. 2014 wurden 552,7 Millionen ambulante Behandlungsfälle mit einem Kostenvolumen von das 33,4 Milliarden Euro gemeldet. In Krankenhäusern ist bei 19,1 Millionen Behandlungsfällen mit 67,9 Milliarden Euro ein mehr als doppelt so hoher Kostenanteil angefallen. "Als Berufsverband erwarten wir, dass die Politik diesen Fakten in ihrem Agieren deutlich mehr Rechnung trägt und mit dem Prinzip »Ambulant vor stationär« endlich ernst macht", kommentiert bng-Sprecherin Dr. Dagmar Mainz.

Der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) hat für seine Mitglieder eine APP entwickelt, die Antworten auf Fragen zum Thema Niederlassung gibt. Von der Praxisgründung bzw. Anstellung über die Praxisführung und -optimierung bis hin zur Praxisabgabe können sich BDI-Mitglieder über relevante Inhalte informieren, einschließlich der rechtlichen Rahmenbedingungen.

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) hat die Ablehnung der GOÄ-Novellierung durch den Vorstand der Bundesärztekammer begrüßt. „Wir sind froh, dass der Vorstand der Bundesärztekammer verstanden hat, dass der vorgelegte Entwurf den berechtigten Interessen der Ärzteschaft nicht nutzt, sondern schadet“, erklärte SpiFa-Hauptgeschäftsführer Lars F. Lindemann.

Der bng nimmt seit 2013 zu Fragen der Aufbereitung und Hygiene Stellung und benennt in Positionspapieren Punkte, die für eine sachgerechte, praxisnahe und praxistaugliche Umsetzung von Verordnungen und RKI-/KRINKO-Empfehlungen von Bedeutung sind. Die revidierte Fassung der Hygiene-Positionen (11/2015), die Empfehlungen zur Validierung sowie die Checkliste zur Erst- bzw. Ersatzbeschaffung eines RDG-E finden Sie hier.

Nachdem dank umfangreicher Vorarbeit zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB), dem Berufsverband der Magen-Darm-Ärzte (bng) und der AOK Bayern in mehreren gemeinsamen Sitzungen ein fertig abgestimmtes Vertragswerk zur besseren Versorgung von Patienten mit Hepatitis C auf dem Tisch lag, verweigert die AOK Bayern nun überraschend die Umsetzung.

Mit großer Einmütigkeit bei wenigen Enthaltungen bzw. ungültigen Stimmen haben die bng-Mitglieder im Rahmen ihrer Jahrestagung am 2. Mai im Anschluss an das 16. Gesprächsforum Gastroenterologische Praxis in Hamburg Dr. Franz Josef Heil als 1. Vorsitzenden, Dr. Albert Beyer als 2. Vorsitzenden, Dr. Dagmar Mainz als Verbandssprecherin und Dr. Ulrich Tappe als Schatzmeister gewählt.

Anlässlich der Verleihung des Felix Burda Awards 2015 in Berlin präsentierten sich die niedergelassenen Gastroenterologen selbstbewusst als Magen-Darm-Ärzte. Sie wollen mit der verständlicheren Berufsbezeichnung ihr Profil schärfen und so mit ihren Angeboten für die Bevölkerung deutlicher erkennbar werden. Begleitet wird die Kampagne durch den Start des neuen Patientenportals „www.magen-darm-aerzte.de“, der Unterstützung der Felix-Burda-Stiftung zur Darmkrebsprävention, sowie Aktionen vor Ort in den einzelnen Arztpraxen der Magen-Darm Ärzte.